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Exkursionen

Exkursionen

In regelmäßigen Abständen organisieren Dozentinnen und Dozenten des IFA Exkursionen ins europäische Ausland, während derer die Studierenden sowie die Schülerinnen und Schüler ihre Sprachkenntnisse praktisch einsetzen können. Auch die kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten sowie der Kontakt mit Einheimischen machen den besonderen Reiz dieser Studienfahrten aus.

Lesen Sie hier etwas über die Erfahrungen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen an Exkursionen der letzten Jahre!

Blick über Barcelona, man sieht im Vordergrund Wald und Palmen, im Hintergrund Barcelona Stadt, dahinter die Berge und rechts das Meer an einem sonnigen Tag.
Unterwegs in Barcelona

Am 2. April war es endlich soweit. Nach wochenlanger Vorfreude flogen wir nach Barcelona. Wir freuten uns sehr, das deutsche Aprilwetter gegen die spanische Sonne tauschen zu können.

Wir besichtigten berühmte Gebäude, wie z. B. das frühere Künstlercafé 4GATS, das auch von Pablo Picasso besucht wurde, das Konzerthaus Palau de la Música Catalana des katalanischen Architekten Lluís Domènech i Montaner und Gaudís Meisterwerke La Pedrera (Casa Milà) und Casa Batlló, die noch immer unvollendete Sagrada Familia sowie den berühmten Parc Güell, wo unser Rundgang durch die Hauptstadt Kataloniens endete.

Auf dem Plan standen Tagesausflüge mit dem Bus nach Sitges und Sant Sandurní, wo wir die Sektkellerei Codorníu besichtigten. Wir fuhren außerdem nach Figueres, um das Dalí-Museum zu besuchen. Nach dem Museum ging es weiter nach Girona, wo wir zunächst die Catedral de Santa María de Gerona, die vielen wohl aus „Game of Thrones“ bekannt sein wird, von außen ansehen konnten.

Als es dann am letzten Tag in Barcelona langsam dunkel wurde, gingen wir zum Abendessen in eine der vielen Tapasbars, die überall im Stadtzentrum verstreut sind und ließen den Abend beim Essen und einigen Cocktails ausklingen.

Am nächsten Morgen im Flugzeug waren wir alle ein wenig davon überrascht, wie schnell doch die Woche vorbeigezogen war und flogen aus der Wärme Spaniens wieder zurück in das verregnete Deutschland.

Zoraya Nourpour, Nicole Groth, Maximilian Riedel, Andreas Eckerlein

Studierende sitzen im Park Guell für ein Gruppenfoto auf einer Treppe in der Sonne.

Gruppenbild der Studierenden und Dozenten und Dozentinnen vor dem Moulin Rouge in Paris.
Eine (zu) kurze Woche in der Stadt der Liebe

Endlich kamen wir nach einer langen Busfahrt in Paris an. Nach dem Check-In ging es gleich zu den prunkvollen Champs-Elysées! Am Dienstagvormittag machten wir eine Bootsfahrt auf dem Canal Saint-Martin und nach der Mittagspause ging es weiter mit einer dreistündigen Stadtführung. Am Abend wurde gemeinsam in einem typischen Pariser Lokal geschlemmt. Am Mittwoch teilte sich die Gruppe auf. Die einen fuhren nach Versailles, die anderen zu Disneyland Paris. Am folgenden Tag ging es vormittags bei Sonnenschein zum berühmten Montmartre-Viertel. Da der Nachmittag zur freien Verfügung stand, besichtigten die Fahrtteilnehmer entweder der Louvre oder das Musée d’Orsay. Am Freitag reisten wir nach dem Frühstück ab, wobei ein Zwischenstopp in der Champagner-Stadt Reims eingelegt wurde, wo wir die berühmte Kathedrale besichtigten.

Paris, wir kommen wieder!

Blick auf die Pont de la Seine in Paris während die Sonne gerade einen Moment durch die Wolken bricht.

Blick auf den Torre del Oro in Sevilla
Eine Woche Sonne, blauer Himmel und Kultur im Süden Spaniens

Am ersten Tag wurden wir zu einer Stadtführung durch die Straßen von Sevilla abgeholt. Wir besichtigten den Alcázar mit seinen Gärten, die Kathedrale und erklommen die 35 Rampen der Giralda, den Turm der Kathedrale. In den „Barrio de Santa Cruz“ verirrten wir uns beinahe in den engen, labyrinthartigen Gässchen und nachmittags besuchten wir das Flamencomuseum.

Am nächsten Tag wurden wir mit dem Bus in die Berge nach Ronda chauffiert. Bei einem geführten Rundgang durch das an einer Schlucht gelegene Dorf sahen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Am Donnerstag war eine Besichtigung bei einem Schinkenproduzenten auf dem Land in Sierra de Huelva geplant. Nach einem Besuch bei den iberischen Schweinen auf der Weide sahen und rochen wir in den Trocknungsräumen wie nach und nach der berühmte Pata negra Schinken entsteht. Zum Tagesausklang fuhren wir nach Aracena, wo einige die Burg erkundeten und andere in einem der vielen kleinen Straßencafés in der Sonne einen Café con leche tranken und/oder Eis aßen.

An unserem vorletzten Tag schickten die Dozentinnen Frau Barjuan, Frau Gil und Frau Riba uns auf eine Stadtrallye durch Sevilla. Im Anschluss daran gab es ein gemeinsames Picknick im Parque de María Luisa und es wurden die Sieger der Rallye gekürt.

Samstag mussten wir dann leider schon wieder die Koffer packen und mit Sonne im Gepäck ging der Flieger zurück nach Hause.

Studierende machen ein Picknick auf der Plaza de Espanya in Sevilla.

Blick auf Gebäude und Garten von Belfast Castle in der Sonne.
Ireland – „A terrible beauty“

Tag 1: Keep calm and go to Ireland!
„Treffpunkt IFA um 06:45“. Trotz der frühen Stunde waren die meisten von uns ziemlich aufgedreht (lag’s vielleicht an den ÜDP eine Woche zuvor?). Um 7 Uhr ging’s los nach München. Der Flug war angenehm und nach ca. 1 ½ Stunden sind wir in Dublin gelandet. Die Uhren wurden eine Stunde vorgestellt, dann kam auch schon unser Busfahrer Charlie und schon ging’s los! Die ersten Eindrücke waren schlicht und einfach: Grün! So ein sattes Grün sieht man bei uns nur selten. Auf der Küstenstraße fuhren wir in den Norden, wo auch der erste Stopp war. In Newcastle, County Down, schnupperten wir zum ersten Mal die Meeresluft und einige vertraten sich am Ufer die Beine. Da es etwas bewölkt war, wollte keiner ins Wasser.
Abends Check-in im Hotel Ramada Encore in Belfast, der Hauptstadt Nordirlands. Unser Hotel lag im Cathedral Quarter, also im Stadtzentrum. Müde von der langen Reise sind die meisten von uns nur noch auf ein Guinness oder einen Cider in den Pub.

Tag 2: „There really is a sense of renewal and hope.” – Liam Neeson
Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet mit Baked Beans, Pilzen, Ei und Bacon ging es auf eine Stadtrundfahrt mit Guide. Wir haben etwas über die Aufstände erfahren, etwas auf die Peace Wall geschrieben, Belfast Castle und Stormont (Regierungsgebäude) besucht. Das Wetter spielte mit. Immer wenn wir aus dem Bus stiegen, schien die Sonne. In manchen Vierteln spürt man immer noch die Auswirkungen der Aufstände, und es ist dann keine „Friede, Freude, Eierkuchen“-Stimmung, obwohl die Menschen in Belfast wirklich sehr nett und hilfsbereit sind. Allerdings ist die Stadt wirklich schön. Wir haben uns wohl gefühlt und Spaß gehabt. Nach der Tour wurden wir zu verschiedenen Museen gebracht. Zur Auswahl standen The Titanic Experience, Crumlin Road Gaol Museum oder das Ulster Museum. Danach machten wir die Stadt unsicher. Die Mädels unterstützten natürlich diesmal wieder die irische Wirtschaft und besuchten den allbekannten Laden Primark. Tipp: Schnell durch Belfast kommt man mit einem Taxi, einem „Black Cab“ und man zahlt selten mehr als £ 5.

Tag 3: “I can resist everything except temptation” – Oscar Wilde
Goodbye Belfast! Charlie fuhr auf der Antrim Coastal Route durch County Antrim (Surprise!) und unser erster Halt war das Hafenörtchen Carrickfergus, in dem eine Normannische Festung steht. Dann ging es weiter ins Peace Centre Corrymeela bei Ballycastle. Wir wurden mit Tee, Kaffee, Keksen und Obst empfangen und viele von uns waren erstmal überwältigt von der Gastfreundschaft. Das Peace Centre ist eigentlich eine christliche Einrichtung, in der jedoch alle Glaubensrichtungen, Lebenseinstellungen und Orientierungen willkommen sind. Freiwillige aus aller Welt organisieren dort Seminare, Sommercamps und allerlei Veranstaltungen. Wer einen Gang zurückschalten möchte, für denjenigen ist Corrymeela ein toller Ort. Noch zu erwähnen ist, dass die Franconian Society, eine internationale gemeinnützige Gruppe aus Erlangen, einen Betrag an das Peace Centre gespendet hat. Nach Kaffee und Keksen ging es weiter mit Whiskey! Wir hatten eine Führung bei der ältesten Whiskeydestillerie der Welt: Bushmills (seit 1608). Danach konnte jeder seinen Gutschein einlösen und durfte sich ein Glas Whiskey holen. Natürlich wurde jede Sorte probiert. Nachdem wir uns Mut angetrunken hatten, fuhren wir zur Carrick-a-Rede Rope Bridge. Eine Hängebrücke, die 25 Meter über dem Meer ca. zehn Meter lang vom Festland zur kleinen Insel Carrick-aRede führt. Das war mal was für Adrenalinjunkies! Der Ausblick auf der anderen Seite entschädigte aber für die angerissenen Nerven. Es war einfach wunderschön! Das Meer war fast azurblau und das Wetter spielte auch mit. Nachdem alle wieder heil am Bus angekommen waren, fuhren wir weiter zum Giant’s Causeway (englisch für „Damm des Riesen“, irisch „Clochán an Aifi r“). Ausgestattet mit einem Audioguide hatten wir genug Zeit, um auf den Steinen herumzuklettern. Es gab keine Unfälle und alle konnten die Reise nach Londonderry/Derry antreten. Unser Waterfoot Hotel war etwas „ab vom Schuss“, doch wir bekamen Taxigutscheine, mit denen wir jederzeit in die Stadt fahren konnten.

Tag 4: „Tread softly because you tread on my dreams“ – W. B. Yeats
Am Vormittag hatten wir eine etwas andere Stadtführung mit Guide Adrian. Er führte uns von den Anfängen des britischen Imperiums über die Aufstände in Irland bis in die Gegenwart. Wir sind über die alte Stadtmauer gegangen und haben kleine Stopps eingelegt. Der Grund, warum wir Londonderry/Derry schreiben ist der, dass die Stadt immer noch in zwei Lager gespalten ist. Der katholische Name ist Derry und es weht die Grün-Weiß-Orangene Flagge vor den Häusern. Auf der anderen Seite der Mauer sagt man Londonderry, hisst den Union Jack oder die Flagge von Ulster. Adrian ging sehr emotional auf dieses Thema ein, machte aber Hoffnung, dass vielleicht eines Tages die Mauern – vor allem die in den Köpfen der Menschen – überwunden werden könnten.
Den Nachmittag hatten wir frei, die Geisteswissenschaftler pilgerten durch die Kirchen, andere gingen Shoppen oder Essen (auch diese Stadt hat den großen Laden, der mit „P“ anfängt). Abends ging ein Teil ins Musical von Rod Stewart und kehrte gut gelaunt zurück, der Rest versumpfte in diversen Pubs. 😉

Tag 5: „Shut your eyes and see” – James Joyce
Am Freitag waren wieder alle vollzählig und es ging in den Westen, in die Republik Irland und County Donegal. Also hieß es wieder Euros einpacken. Wir würden Donegal als typische „Herr der Ringe“ – Kulisse beschreiben: grün mit wunderschönen Küsten, andererseits rau mit schroffen Hügelkämmen und Moor. Charlie fuhr uns todesmutig die schmalen gewundenen Straßen hinauf und büßte dabei einen Spiegel ein. Das Highlight dieser Tour lag aber noch vor uns: Slieve League – die höchsten Klippen Europas, ca. 450 Meter hoch. Das Wetter war toll, fast keine Wolke am Himmel. Wir wanderten über Hügel, durch Moorlandschaft und Wiesen bis zum Rand (die Straße zu nehmen, war uns dann doch etwas zu normal). Wie ihr euch vorstellen könnt, waren wir einfach überwältigt von den ganzen Eindrücken. Wir zwischen den Bergen und dem Meer. Man steht da und bemerkt, wie klein man eigentlich wirklich gegenüber der Natur ist. Nach zwei Stunden und einigen abgelaufenen Kilos fuhren wir weiter durch absolutes Ödland: es gab einen Berg, sonst war wirklich nichts! Nichts! (Und wenn in Irland mal kein Schäfchen zu sehen ist, will das schon was heißen). Im Glenveagh National Park sah die Sache schon ganz anders aus. Dort gab es sehr viele Pflanzen und ein kleines Schloss zu sehen, außerdem einen See mit Hügeln dahinter (wer James Bond – Skyfall gesehen hat: genauso sah das aus!) Nach weiteren 4 Kilometern auf unserem Konto brachte uns Charlie wieder zurück ins Hotel.

Tag 6: „Your feet will take you where your heart is“ – Irish Proverb
Bei durchwachsenem Wetter fuhren wir nach Omagh, County Tyrone, in den Ulster American Folk Park, ein Freilichtmuseum, in dem wir auf den Spuren irischer Einwanderer in Amerika waren. Der Park war sehr schön aufgebaut, wir konnten in jedes Haus gehen und wenn Rauch aus dem Kamin kam, saß jemand drin und erzählte uns die Geschichte der ehemaligen Bewohner. Danach fuhren wir weiter nach Enniskillen, County Fermanagh, schlenderten durch die Stadt und fuhren dann mit einem Boot auf dem Lough Erne zur Devenish Island, wo eine Klosterruine stand, die im 6. Jahrhundert gebaut worden war. Leider war es sehr windig. Die gefühlte Windgeschwindigkeit lag bei 80 km/h. Der letzte Abend in Nordirland brach an und es wurde nochmal in den Pubs gefeiert, bevor man noch ein letztes Mal mit dem Taxi zum Hotel fuhr.

Tag 7:„But though they pave the footways here with gold dust, I still would choose the Isle of Innisfree.” – Irish Song
Es wurde ein letztes Mal irisch gefrühstückt, dann ging es auch schon in Richtung Dublin. Der letzte Stopp war am Strand von Dublin Bay, bevor wir von Charlie am Flughafen abgesetzt wurden.
Schweren Herzens nahmen wir Abschied von einer wirklich einzigartigen Insel mit einer schwierigen Vergangenheit, die teilweise immer noch spürbar ist. Auf der anderen Seite wird man auf der Insel mit so viel Herzlichkeit empfangen, dass man sich einfach immer willkommen fühlt. Wir haben die Reise sehr genossen, haben viel gelernt, den Kopf frei bekommen und viel mitgenommen (nein, nicht nur Primark-Tüten).

Wir möchten uns von ganzem Herzen bei Frau Todt, Herrn Cunningham, Frau Davies-Brown und vor allem bei Frau Hellmann bedanken, die all das geplant hat, um uns ihre wunderschöne Heimat und ein besonderes Fleckchen Erde zu zeigen.

Milena Bott und Helena Endres

Die Steilküste Irlands in der Sonne mit Blick auf die mit Moos bewachsenen Felsen und das blaue Meer.