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Sprechblasen mit verschiedenen Wörtern die aus anderen Sprachen kommen und ins Deutsche integriert wurdenAuf der Welt sprechen ca. 185 Millionen Menschen Deutsch. Die Verständigung in der deutschen Umgangssprache, Gruppensprachen, bei Fach- und Sondersprachen oder Dialekten gestaltet sich jedoch bei formellen und informellen Situationen manchmal schwierig. Deutsch hat sich zu einer Nehmersprache entwickelt, die in vielen Bereichen sprachliche Elemente entlehnt. Die Orientierung am Englischen im Showgeschäft oder in der Computertechnologie ist hinlänglich bekannt. Dazu kommt ein hoher Anteil der Entlehnungen aus dem Französischen und Lateinischen sowie anderen Gebersprachen.

Sprechblasen mit verschiedenen Wörtern die aus anderen Sprachen kommen und ins Deutsche integriert wurdenObendrein führen die sich ändernden Kommunikationsbedingungen und -bedürfnisse zu einem Wandel im lexikalischen und semantischen Bereich und das Deutsche passt sich zwangsläufig hinsichtlich Lautgestalt, Formenbildung, Wortschatz und Satzbau den aktuellen Gegebenheiten an.

Sprachmittler und Sprachmittlerinnen, gleichgültig ob sie als freiberufliche Übersetzer und Dolmetscher tätig oder als Fremdsprachenkorrespondenten bei nationalen und internationalen Institutionen und Firmen angestellt sind, arbeiten als Brückenbauer in einer globalisierten Welt. Sie sind also ständig mit dem Nebeneinander der unzähligen sprachlichen Varianten konfrontiert.

Sich mit diesen intensiv auseinanderzusetzen und sie letztendlich zu beherrschen ist Ziel des Deutschunterrichts, denn zukünftige Sprachmittler und Sprachmittlerinnen sollen dahingehend sensibilisiert werden, sich im Deutschen grammatikalisch korrekt in Wort und Schrift zu äußern und sich differenziert und situationskonform in der jeweils angemessenen Sprach- und Stilebene auszudrücken.

Witzdialog zweier Männchen: "Sag mal, habe ich eigentlich das gleiche oder dasselbe T-Shirt wie du?" - "Ich hab keine Ahnung vong Regeln her!"

„Dasselbe oder das gleiche T-Shirt“ ?
„wohlgesinnt“ oder „wohlgesonnen“?
„sott, glomm, troff“ oder „siedete, glimmte, triefte“?
„Das Geschäft ist wegen Umbau“ oder „wegen Umbaus geschlossen“?
„dank“ oder „trotz“ mit Dativ oder doch eher mit Genitiv?

Man fühlt sich vermeintlich sicher in der deutschen Sprache und doch kommt es – wie obige Beispiele zeigen – immer wieder zu Zweifelsfällen. In der Alltagsunterhaltung mag das nicht zu einem echten Kommunikationsproblem werden, aber der Fremdsprachenkorrespondent und die Fremdsprachenkorrespondentin muss im Kontakt zu Kunden die deutsche Sprache einwandfrei beherrschen. Es wird daher im Deutschunterricht an der Berufsfachschule der schriftliche und mündliche Ausdruck und das Gefühl für die Wahl der richtigen Sprachebene geschult. Denn Fremdsprachenkorrespondenten und -korrespondentinnen sind verantwortlich für das schriftliche und mündliche Bearbeiten von Vorgängen in einem Unternehmen und der damit verbundenen Außendarstellung. Die selbständige Erstellung von Schriftstücken nach Vorlagen oder Stichworten ist ein wesentlicher Bestandteil ihres Berufsalltags. Rasches und genaues Arbeiten mit schriftlichen Unterlagen (Arbeiten mit Listen, Texten und Tabellen) und ein gutes Ausdrucksvermögen im Umgang mit Kunden und Lieferanten beim Verhandeln und im Schriftwechsel sind dabei unerlässlich.

Wordle mit Fachbegriffen zur deutschen SpracheAn der Fachakademie baut das Fach Deutsch auf den in der Berufsfachschule oder der gymnasialen Oberstufe vermittelten Kompetenzen in der deutschen Sprache auf. Ein ausgeprägtes Interesse an Sprachstrukturen und -verwendung sowie Freude am Sammeln und Verarbeiten von Informationen sind eine gute Voraussetzung für die sichere Beherrschung der deutschen Sprache.

Die Terminologie für die Sprachanalyse bildet die Basis des Deutschunterrichts. Darauf aufbauend werden Grundkenntnisse in Sprach- und Übersetzungswissenschaft ebenso vermittelt wie das erfolgreiche Recherchieren bei sprachlichen Problemen, wenn das Computerrechtschreibprogramm versagt. Strategien zur Vermeidung von sprachlichen Fallstricken werden erarbeitet und ein Gefühl für Sprachnuancen entwickelt.

All dies ist unentbehrliches Handwerkszeug für Übersetzer und Dolmetscher, die sich als Experten und Expertinnen für transkulturelle Kommunikation stilsicher, zielgruppengerecht und wettbewerbsorientiert auf dem Arbeitsmarkt positionieren und dabei gleichzeitig offen sein müssen für neue technologische Entwicklungen und Anforderungen.

Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Muttersprache als Deutsch müssen ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen, bevor sie die Ausbildung beginnen. Der Nachweis wird erbracht durch das Kleine Sprachdiplom des Goethe-Instituts, das Goethe-Zertifikat (bei Studierenden der Fachakademie Niveau C1, bei Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule Niveau B2) oder mit einer anderen als gleichwertig anerkannten Prüfung.
Im Einzelfall kann eine zusätzliche Einstufungsprüfung erforderlich sein.

Erasmusstudierende erhalten einen zusätzlichen Deutschkurs, der bereits vor Schuljahresbeginn stattfindet, sowie einen ganzjährigen einstündigen Extraunterricht im Deutschen, der auf die speziellen Bedürfnisse der Lerner zugeschnitten ist.

Des Weiteren ist die Vorbereitung auf einschlägige Goethe- oder TELC-Prüfungen möglich. Zielsetzung hierbei ist der Erwerb der Goethe C1-Prüfung an der VHS in Erlangen.

Panoramablick über Bundeskanzleramt und Reichstag in BerlinAuch wenn der Fremdsprachenerwerb zweifelsohne im Vordergrund steht, bilden weitere Fächer in der Berufsfachschule wie in der Fachakademie eine sinnvolle Ergänzung: Sozialkunde, Landeskunde, Zeitgeschichte, Fachkunde aus den Sachgebieten Geisteswissenschaften, Rechtswesen, Technik und Wirtschaft, Textproduktion, landeskundlicher Aufsatz, Informationsverarbeitung oder Informationstechnologie.
Dieser Unterricht wird selbstverständlich in deutscher Sprache erteilt.

Um das dort erworbene Wissen mit konkreten Erfahrungen erlebbar und erfahrbar zu machen, finden Exkursionen nach Brüssel, München, Frankfurt oder Berlin statt. Es werden Besichtigungen von international tätigen Firmen aus der Metropolregion durchgeführt oder Messebesichtigungen organisiert sowie Aktionärsversammlungen und Ausstellungen besucht.

Bei Bewerbern und Bewerberinnen für diese Ausbildung ist ein gewisses Interesse an wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenhängen Deutschlands und des entsprechenden Kulturraums der gewählten Ersten Fremdsprache wünschenswert.

Sie haben weitere Fragen zu Deutsch? Kontaktieren Sie:

Prof. Dr. Daniel Gossel